Flächenbrüter ???


1. Flächenbrüter mit Elektronikthermostat
2. Flächenbrüter mit Äthermembranthermostat
3. Wendung
4. Feuchtigkeit
5. Lüftung

6. Fazit
Was bezeichnet man eigentlich als Flächenbrüter?

Die Bezeichnung Flächenbrüter stammt wahrscheinlich daher, dass bei einem solchen Brüter die Eier in einer Ebene nebeneinander liegen. Dies ist wohl der simpelste Aufbau eines Flächenbrüters. Beispiele hierfür findet man im Angebot verschieder Hersteller reichlich. Am bekanntesten sind die Brüter der Firma Hova und der Firma Bruja.

Bild1: Hova Flächenbrüter

Hova 
Flächenbrüter





Bild 2: Flächenbrüter der Firma Bruja

Bruja 
Brüter




Diese beiden Modelle sind aus Thermoplastik hergestellt. Es gibt aber auch Typen verschiedenster Hersteller aus Holz und Kunststoff.
Die meisten Flächenbrüter zeichnen sich dadurch aus, dass Sie keine Umluft besitzen.(Eine Ausnahme bildet hier der Hova Motorbrüter). Durch eine Heizschlaufe unter dem Deckel wird die Luft im Brüter erwärmt. Da keine Ventilation stattfindet ist es nicht ratsam in einem Flächenbrüter Eier verschiedener Größen auszubrüten. Dies würde zu unterschiedlichen Temperaturen auf der Eioberschale führen. Hat man jedoch nur eine Sorte Eier, z.B. Hühnereier, so kann man diese Brüter durchaus einsetzen.
Die Temperaturregelung erfolgt je nach Typ durch ein Äthermembran Thermostat oder durch eine Elektronikregelung.

 

Hier kommen wir auch schon zu den unterschiedlichen Typen:

1. Flächenbrüter mit Elektronikthermostat:
Die Temperaturregelung erfolgt hier über eine Elektronik, die auf dem Gerät befestigt ist. In der Maschine sitzt ein Fühler, welcher die Ist-Temperatur misst. Die Solltemperatur lässt sich in den meisten Fällen durch einen Drehknopf oder einen Schraubendreherschlitz verändern.

2. Flächenbrüter mit Äthermembranthermostat
Die Regelung erfolgt über eine Äthermembran, die im Innenraum sitzt. Eine Einstellung erfolgt ebenfalls über einen Drehregler. Leider muss man sagen, dass diese Regelung nicht so genau ist, wie eine Elektronik, aber schliesslich ist diese Technik auch billiger.

3. Wendung:
Einer der wichtigsten Punkte bei der künstlichen Brut.
Die Wendung der Eier bei einem Flächenbrüter kann sowohl von Hand als auch mit einer vollautomatischen Wendung erfolgen. Für die meisten neuen Geräte gibt es einen passenden Wendeeinsatz. Die Firma Bruja bietet eine Rollenwendung an, und die Firma Hova sogar eine kleine Kippwendung. Aber hier sollte man sich schon genau überlegen, was man will, DENN eine Flächenbrüter mit vollautomatischer Wendung ist schnell teuer und somit kann man schon fast einen Motorbrüter kaufen, zumindest einen Gebrauchten.


4. Feuchtigkeit:
Auch hier unterscheidet sich die Technik kaum. Im Boden der jeweiligen Geräte findet man Wasserrinnen, in die man je nach gewünschter Luftfeuchtigkeit die bestimmte Menge Wasser einfüllt. Die Hersteller bieten in der Regel Richtwerte in ihren Bedienungsanleitungen an. Somit kann man auch ohne Hygrometer relativ gut brüten.

5. Lüftung:
Sicherlich auch ein sehr wichtiger Punkt in der Kunstbrut. Und dieser ist auch gleichzeitig beim Flächenbrüter sehr eingeschränkt. Um überhaupt Schlupferfolge zu haben, muss man jeden Tag die Lüftung von Hand vornehmen. Dies geht nur dadurch, dass man den Deckel abnimmt und reichlich Sauerstoff an die Eier lässt. Dies kann man am sinnvollsten mit der Auffüllung der Wasserrinnen erledigen, denn die muss man ja auch täglich kontrollieren und nachfüllen. Besser ist es jedoch zweimal am Tag den Deckel kurz zu lüften, um reichlich Sauerstoff zu garantieren..

6. Fazit:
Ein Flächenbrüter ist eine alternative zum Motorbrüter, zumindest preislich. Man bekommt Modelle schon ab ca. 70 Euro. Allerdings ist die Temperaturgenauigkeit und auch die Belüftung in keinem Falle mit der Qualität eines Motorbrüters vergleichbar. Auch in der Flexibilität ist man natürlich sehr eingeschränkt, denn entweder man brütet gerade Zwerghuhneier oder normale Hühnereier. Beides gleichzeitig kann man vergessen. Also: Für den anspruchsvolleren Züchterfeund bleibt nur der Gang zum Motorbrüter.