Die Naturbrut

 

Natürlich können wir nicht über alle Erfahrungen mit der Naturbrut berichten. Wir versuchen hauptsächlich die Unterschiede und Vor- bzw. Nachteile zu erläutern.

Bei der Naturbrut ist man immer einigen Risiken ausgesetzt. Entscheidend ist nämlich, dass eine Glucke brütig ist. Dies ist nicht immer der Fall, und man kann es auch nicht erzwingen. Die Brütigkeit einer Glucke erkennt man daran, dass sie meist den ganzen Tag auf dem Nest sitzt. Ausserdem hören sich Ihre Laute anders an. Nun muss man der Glucke natürlich ein Nest bereiten. Dies ist sinnvollerweise im Hühnerstall, denn hier ist es behaglich und warm. Mann legt einen Haufen mit Heu oder anderem Einstreu in eine Ecke. Möglich ist aber auch ein Legenest, denn hier verschliesst man einfach die Klappe, dann können auch keine anderen Hühner mehr die Glucke stören. Sitzt die Glucke auf ihrem Nest, so kann man jetzt die Eier unterlegen. Mann sollte aber nicht zu viele nehmen, denn dann hält sie die Brütende nicht mehr warm. Ausserdem empfiehlt es sich frische Eier, und nicht schon 3-Wochen alte zu nehmen.
Man kann Bruteier auch lagern. Jedoch empfiehlt sich dann eine konstante Raumtemperatur. Zusätzlich muss man die Eier jeden Tag drehen, damit sich das Dotter nicht festsetzt.

So nun geht die eigentliche Brut los. Hat man die Eier unter die Glucke gelegt, brauch man sich keine Sorgen machen, wenn die Henne auch mal vom Nest geht. Sie muss sich dann versorgen und erleichtern, was sie in der Regel einmal am Tag macht. also stellen sie in geeigneter Entfernung einen Futtertopf und Wasser auf.
Ab dem 7. Tag kann man die Eier schon aussortieren. Dies macht man mit einer Schierlampe. Hierbei kann man feststellen, ob die Eier befruchtet sind, oder nicht. (Fotos von diesem Vorgang finden Sie demnächst hier.)

Ab dem 20. Tag fangen die Küken an, die Eierschale aufzubrechen. Nach ca. 12-16 Stunden müssten dann die Küken aus dem Ei sein. Nun lässt man sie aber noch unter der Klucke, damit ihr Gefieder völlig abtrocknet, Anschliessend kann man die Jungtiere dann in eine Aufzuchtbox,oder eine geeignete Kiste setzen. Brütet die Klucke noch weiter, so muss man die Küken mit einer Wärmelampe warm halten. Diese bekommen Sie im Fachhandel.

 

So schön sich dies alles anhört, gibt es doch immer auch Nachteile.Leider kann man bei der Naturbrut nicht so Termingenau brüten, was für den Züchter, der mit seinen Tieren zu Ausstellungen fährt sicherlich wichtig ist. Weiterhin wird nicht jede Henne gluckig, also bleibt man auch schon mal auf seinen Eiern "sitzen". Dann kann man nur fragen, ob jemand in der Brutmaschine Platz hat, und die Eier mit ausbrütet.

 

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5 Tage alte Streicher- und Wildenten