Perlhuhnkunstbrut:
Für Wendung und Kühlung gilt dasselbe wie für die Brut von Hühnern.
Die Temperatur der Brutmaschine muss jedoch um ca. ½ °C höher
eingestellt werden als bei Hühnern. Sehr wichtig ist auch eine ausreichende Feuchtigkeit
während der Brut (65 %) und ganz besonders in der Schlupfphase. Perlhuhneier trocknen sehr
leicht aus,
so dass die Küken stecken bleiben, indem die Eihaut an ihnen hängen bleibt.
Um diesem vorzubeugen ist es sinnvoll beim Schlupf einen feuchtigkeitsgetränkten
Lappen in die Brutmaschine zulegen oder die Eier damit abzudecken.
Schlupfhilfe kann hier insofern erfolgen, als man die trockene Eihaut etwas einreißen
kann. Es kommt relativ häufig vor, dass die Küken nur noch in der Eihaut stecken, während die
Schale
ringsherum vollkommen abgeplatzt ist. Aus solchen Eieren können sich die Küken von selbst
nicht mehr befreien, weil sie keinen entsprechenden Halt mehr finden.
Die Luftfeuchtigkeit sollte beim Schlupf über 90 % liegen. In der
Schlupfphase die Temperatur per Hand zu senken, halte ich nicht für sinnvoll.
Auch geschieht es bei falscher (zu heißer) Einstellung, dass Zehen
zusammenwachsen und die Küken dann nicht laufen können, sondern Fröschen gleich
umherhüpfen. Stimmen jedoch alle Parameter dann geht der Schlupf sehr rasch
vonstatten. Meist liegen zwischen erstem Picken und dem Ausschlüpfen nur etwa drei
Stunden.
Insgesamt dauert die Brut etwa 26 bis 30 Tage. Meiner Erfahrung nach
hängt dies im wesentlichen von der Wetterlage und den Mondphasen ab. Bei
Vollmond und warmer, trockener Witterung schlüpfen die Küken bereits mit 26
Tagen, bei feuchtkaltem Wetter erst am 30. Tag, wobei sich der gesamte Schlupf
über 1 bis 2 Tage hinziehen kann.
Autor: geesefather