Kunstbrut bei Bartagameneiern
Sobald das Weibchen die Eier abgelegt hat, müssen sie so schnell wie möglich in den Inkubator
überführt werden. Dazu sollte man am besten schon einiges vorbereitet haben, und zwar :
- Heimchendosen (in eine Dose passen 4 Eier). In diese Dosen kommt Brutgranulat. Dazu
eignet sich entweder feines Vermiculite (eine Art Styroporbrösel) oder Tongranulat das in der
Aquarientechnik als Filtermaterial benutzt wird.
- Das Granulat muss ausgekocht werden um eventuell vorhandene Keime zu vernichten.
- Die Dose ca. 5-6cm hoch mit dem Granulat füllen und für jedes Ei mit dem Daumen eine
Vertiefung hineindrücken. Das Granulat sollte noch etwas feucht sein, jedoch nicht
„platschnass“ und auch nicht „staubtrocken“, beide Varianten wären das vorzeitige Ende der
Inkubation!
- Die Eier vorsichtig in die Dosen betten, aber bitte darauf achten dass die Eier nach
der Ablage nicht mehr bewegt werden, da sich nach der Ablage der Dotter setzt.
- Den Deckel der Heimchendosen vorsichtig lose draufsetzen, nicht festdrücken!
Zur Inkubation gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Einen gekauften Brüter. Am bekanntesten dürfte die Kunstglucke der Firma Jäger sein,
hier ein Bild der kleineren FB50. Leider ist dieser Brüter nicht ganz billig, der Preis für
dieses Gerät, in das 5 Heimchendosen passen, liegt bei ca. 150,00 Euro.
- Die selbstgebaute Variante: Man nehme eine Styroporkiste mit Deckel (kann man
eventuell im Zoogeschäft ergattern wenn dort Fische angeliefert werden, oder in der örtlichen
Pizzeria). Unten in die Kiste kommt Wasser hinein und in das Wasser ein Aquarienheizstab den
man auf 27-28°C einstellt. Bitte darauf achten dass der Heizstab immer mit Wasser bedeckt ist!
Einige Ziegelsteine als Unterlage für eine Glasscheibe, auf die man die Heimchendosen setzt.
Achtung: Die Glasscheibe soll nicht bis zum Rand gehen, damit die Wärme und die Feuchtigkeit
in der Kiste zirkulieren können! Ein Abstand von ca. 5cm reicht aus. Deckel auf die Kiste und
fertig (Natürlich nicht vergessen den Heizstab einzustecken, das ist wohl klar.....).
Tägliche Kontrolle der Heimchendosen ist selbstverständlich, und eventuelles Schwitzwasser an
den Deckeln der Heimchendosen muss abgewaschen werden damit es nicht auf die Eier tropft. Wenn
man den Eindruck hat dass das Granulat in den Dosen zu trocken wird, kann man mit einer
Tropfpipette etwas Wasser nachfüllen, aber den Kontakt mit den Eiern unbedingt vermeiden! Nach
ca. 50-72 Tagen beginnen die Jungen zu schlüpfen (bemerkt man durch „Schwitzen“ der Eier und
eine leichte Blaufärbung der Schale).
Sollten noch Fragen sein, kann man mich gerne anmailen! E-Mail
Autor: Detlef Esser