Kunstbrut bei Königspythons

Die Inkubation erfolgte in einem Kühlschrank der zum Inkubator umgebaut wurde.

Inkubationstemperatur : 31 Grad
Luftfeuchtigkeit : 90-100%
Inkubationsdauer : 65 Tage (erstes Tier schlüpft)
Inkubationssubstrat : Vermiculite (leicht feucht)
Eizustand : wärend der gesamten Inkubation Schimmelfrei, Dellenbildung ca 10 Tage vor dem Schlupf
Gelegegröße : 7 Eier, eines unbefruchtet, nach 3. Inkubationstag entfernt.
Gewicht : 5 Tiere liegen zwischen 47 und 52 Gramm (erstes Schlupftier ist auch das Schwerste) ein Tier liegt bei 45 Gramm, es hätte wohl noch einige Tage im Ei verkraftet, ist jedoch ebenso agil.


Im November/Dezember/Januar konnte man in den Nächten sehr häufig Paarungen bei den Köpys beobachten. Uns viel auf, das diese dann extrem stattfanden, wenn die Luftfeuchtigkeit erhöht wurde.
 
 
Für unser trächtiges Weibchen installierten wir eine Legebox. Diese ist ein einfaches Ablagesystem aus dem Bürobedarf, bei dem alle Schubladen, bis auf die untere entfernt wurden. An die untere Schublade befestigten wir eine Plexigralplatte mit rundem Einstiegsloch. Durch das Plexiglas kann man ggf. gut beobachten, das schwarze Ablagesystem gibt dem Weibchen jedoch das "Höhlengefühl".
 
 
Genau am Ostersonntag, gab es einige Ostereier mehr. Unsere Köpydame, welche am Tage vorher noch unter einer Korkrinde lag, suchte über Nacht die Legebox auf. Vorher lag sie schon einige male in Ihr, wechselte aber noch zwischen der Rinde und der Legebox Die Legebox ermöglichte es uns, die untere Schublade einfach zu entnehmen. Das Weibchen wurde mit einem Handtuch abgedeckt, und vorsichtig von den Eiern genommen. Wir überführten danach die komplette Schublade in den Inkubator, woduch wir die Eier nicht mehr berühren brauchten.
 
 
 
 
Nachdem der erste regius alleine sein Ei verlassen hatte, 65 Tage Inkubationszeit hinter sich,
beschlossen wir, den anderen ein wenig zu "helfen".
Vorsichtig wurden die Eier mit einer Lampe durchleuchtet, und an ungefährlichen Stellen aufgeschnitten.
Nach einiger Zeit ist man neugierig geworden.. und der Kopf kommt raus..zu seinem ersten Atemzug.
 
 
 
 
Um den Tieren direkt einen sauberen Untergrund zum Schlupf zu geben, wurden die Eier vorsichtig in Boxen verlegt.
Einige der Kleinen verlassen schon komplett die Eier, ein wenig früh, aber unproblematisch wie wir weiter feststellten.
Die Boxen wurden in ein temperiertes Terrarium gestellt. Auch hier überwacht noch Elektronik die Temperaturen in den Boxen.
Die Luftfeuchtigkeit bleibt noch auf annähernd dem Inkubationslevel.
 
 
 
 
In den Boxen verlassen nach und nach immer mehr Tiere ihre Eier. Einige nabeln sich schon ab,
andere brauchen noch ein wenig.
 
 
 
Abgenabelt, nochmals in eine saubere Box...
Und ab und zu mal das neue Gelände erkunden Erfolgsquote 100%, alle Tiere sind geschlüpft und zeigen momentan ein gutes Befinden 65 Tage warten und Geduld haben sich gelohnt !


Autor: Mark Esser

Mark + Sabine Esser Page über Pythons

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