Kunstbrut bei Tauben

Eine künstliche Aufzucht bei Tauben gibt es nur teilweise, da die Kropfmilch ( hat mit Milch weniger zu tun, sollte eher Kropfbrei heißen, frischkäseartige Konsistenz, sie besteht hauptsächlich aus Wasser, Fett, fettähnliche Stoffe, Eiweiß, Mineralien und Vitaminen.) nicht zu ersetzen ist, welche die Jungtauben in den ersten Tagen als Alleinfutter von den Elterntieren bekommen.

Man kann Jungtiere, wenn es mal notwendig sein sollte, ab dem 5-7 Tag mit vorgeweichtem Körnerfutter ( Taubenfutter, Haferbrei, kann auch Pressfutter für Tauben sein) und etwas Mineralfutter ( Futterkalk) beigemischt füttern. Mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand öffnet man den Schnabel des Tieres und schiebt mit der rechten Hand das Futter so weit nach hinten , dass es abgeschluckt werden kann, da das nicht abgeschluckte Futter von den Jungtieren wieder herausgeschleudert wird. Es gibt aber auch im Fachhandel spezielle Futterspritzen die mit einem Gummischlauch versehen sind und recht gut funktionieren. Ausreichend Wasser (nicht zu kalt ) sollte nicht vergessen werden, das man mit einem Spritzbällchen oder einer Spritze verabreichen kann. Die Jungtiere sollten in einer warmen Umgebung und vor dem Auskühlen geschützt sein. Ab dem 17-18 Tag sollte man Trinkgefäss und Futternapf bereit stellen, damit die Jungtiere frühzeitig das Fressen lernen und die Futteraufnahme selbständig vonstatten geht. Wenn das Gefieder unter den Flügeln vollständig ausgewachsen ist, sind die Tiere in der Regel alt genug, um sich selbst zu versorgen. Nach der Einstellung des Fütterns mit der Hand, sollte man die Jungtiere noch ein paar Tage kontrollieren, ob Futter und Wasser aufgenommen wurde. So konnte ich schon ein paar hervorragende Tiere großziehen.



Autor: Leonhard Schmitt

Rassetaubenzüchter Leonhard Schmitt

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