Halbautomatisch,
Vollautomatsich oder Kippwendung?
Eine Frage, die sich fast jeder Züchter vor dem Kauf einer Brutmaschine
stellt.
Ein kleiner Hinweis für den Kauf!
Hier mal 3 Bilder der Firma Hemel
Brutmaschinen :
| Hemel A 90 mit vollautomatischer Rollenwendung | Hemel A120 mit halbautomatischer Rollenwendung | Hemel Top Profi mit Kippwendung |
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Worin unterscheien sich diese Geräte.Ich möchte hierbei erst einmal von den Steuerungen absehen.
Konzentriert man sich auf die Wendung, so sind die Unterschiede gravierend.
1. Rollenwendung
Die A90 und die A120 sind beispielsweise mit einer Rollenwendung ausgestattet.
Hiebei "liegen" die Eier auf sog. Rollhorden. Diese sind mit geriffelten
Stäben ausgestattet. Liegen die Eier nun auf diesen Stäben werden
Sie durch eine Drehbewegung der Stäbe ebenfalls gedreht. Das Ei sollte
sich im Idealfall um ca. 180° um die eigene Achse drehen. Damit dies bei
auch bei verschieden Eigrössen gewährleistet ist, gibt es die Rollenhorden
in unterschiedlichen Grössen.

Die Rollenhorden liegen im Brutgerät frei beweglich auf seitlichen Leisten. Man kann diese ca. 5 cm im Brutraum verschieben. Bei der halbautomatsichen Wendung muss dies mindestens 3x pro Tag von "Hand" also durch den Züchter vorgenommen werden.
Bei der vollautomatischen Wendung wird dieser Vorgang durch einen Motor übernommen. Diese sind mittlerweile sehr zuverlässig und garantieren gute Brutergebnisse.
1. Kippwendung
Hier trennt sich mittlerweile bei den Herstellern die Spreu vom Weizen. Die
Qualität ist gerade bei den Bauteilen immens unterschiedlich. Aber erst
einmal zur Technik:
Im Gegensatz zur Rollenwendung stehen die Eier bei Der Kippwendung mit der Spitze
nach unten auf den Horden.

Somit befindet sich die Luftblase immer an der optimalen Stelle im Ei. Die Wendung wird nun durch Kippen des Eis erreicht. Gesehen von der Horizontalen beträgt der Kippwinkel zwischen 40 und 45°.
Worin liegen nun die Vorteile bei dieser Variante?
1. Jedes Ei wird definitv un sicher gewendet.
2. Die Position der Bruteier ist stabil. Es kann nicht wie bei der Rollenwendung
zu einer "Verdrehung" des eis kommen.
3. Die Kippwendung bietet messbar bessere Ergebnisse als eine Rollenwendung.
Als Beispiel muss man sich eimal grosse Geflügelfarmen anschauen. Bei Brutgeräten
mit einem Fassungsvermögen ab 5000 Eiern gibt es nur Kippwendungen. Hier
werden keine Rollenwendungen mehr eingesetzt.
4. Auf kleinerem Raum lassen sich mehr Eier bebrüten.
Worauf muss man beim Kauf dieser Geräte achten?
Qualität ist gerade bei Geräten in dieser Preisklasse entscheidend.
Gute Geräte gibt es nicht unter 1000€. Diese sind dann aber auch mit
Feuchtigkeitsregulierung und Computersteuerung ausgestattet.
Da in den Geräten eine Menge Mechanik verbaut ist (Gestänge, Gelenke,..)
sollte man darauf achten, dass alles gut zugänglich und einfach zu reinigen
ist. Der Wendemotor sollte möglichst nicht im Gerät eingebaut sein,
da Feuchtigkeit und Schmutz ihn leicht angreifen und dies kann zu Fehlfunktionen
führen. Ideal wären noch die Möglichkeit den Kippwinkel zu verändern,
somit kann man das optimale Ergebniss für die eigene Geflügelart erreichen.
Geräte mit Kippwendungen sind in der Regel aus Vollkunststoff, da dies
den besten Isolierwert bietet. Man solte beachten, dass die Kunststoffplatten
nicht mit Leisten versehehen sind, sondern an den Ecken verklebt sind. Dies
erleichtert immens das Reinigen der Geräte, da keine Silikonnähte
vorhanden sind.
Welche Varianten gibt es?
Es gibt Geräte mit und ohne separatem Schlupfraum. Je nach
Bedarf des Züchters.
Hier ein Beispiel mit Schlupfraum:

FAZIT:
Die grundsätzliche Entscheidung für ein Gerät mit Rollenwendung
oder Kippwendung wird sicherlich erst einmal die Geldböse des Züchters
entscheiden. Aus eigener Erfahrung sollte man jedoch die Kippwendung bevorzugen.
Gerade Züchter von Wassergeflügel oder empfindlicher Rassen werden
hier die besseren Varianten finden.
Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Firma Hemel Brutgeräte GmbH&Co.
KG.